![]() | 15.02.2010 - Max Raabe erhält den Champagne-Preis für Lebensfreude |
Mit Liedern von verblüffend ernsthafter, heiter-melancholischer Leichtigkeit verzaubert Max Raabe sein Publikum. Seine unnachahmlich sanfte Stimme und seine schnörkellose wie präzise Interpretation lassen 80 Jahre alte Stücke so frisch und lebendig klingen wie am ersten Tag. Es sind herrliche Neuinterpretationen, die das zeitlos Moderne dieser Werke offenbaren.
Max Raabes Kunst besteht vor allem darin, neben der musikalischen Kraft und Vielschichtigkeit dieser Lieder ihre schillernde Mehrdeutigkeit zu offenbaren: Melancholie und Ironie, Rebellion und Resignation, Elegie und Komik. Dabei hat er einen ganz eigenen Stil geschaffen, der über Generationen hinweg Liebhaber vereint. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sprechen aus seinen Werken, die zum Genießen anregen.
Auf den Konzertbühnen in Paris, New York, Shanghai, Tokio, Rom und Amsterdam feiert Max Raabe große Erfolge mit seinem Palast Orchester und auch mit seinem Solo-Pianisten Christoph Israel. Das internationale Publikum lässt sich von einem Künstler begeistern, der deutsche Texte vorträgt - seine Kunst scheint grenzenlos. Am Morgen nach der Preisverleihung fliegt Max Raabe nach Los Angeles und startet dort eine vierwöchige USA-Tournee mit dem Palast Orchester.
Mit dem Champagne-Preis für Lebensfreude, gestiftet von der Vereinigung der Champagne-Häuser und Champagne-Winzer, dem Comité Champagne in Épernay, wird heute zum zwölften Mal eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die sich nach Meinung der Jury um die Lebensfreude in Deutschland in besonderem Maße verdient gemacht hat.
Die Preisverleihung findet heute ab 19 Uhr im Hotel Louis C. Jacob in Hamburg statt. Der Champagne-Preis für Lebensfreude ist mit einer Einladung auf die Schlösser und Herrschaftshäuser der Champagne und einer exquisiten Champagne-Auswahl dotiert.
Den Preisträger wählte eine unabhängige Jury. Dieser gehören folgende Persönlichkeiten an: Prof. Dr. phil. Gertrud Höhler, Kai Diekmann, Alain Fion, Prof. Dr. Hellmuth Karasek (Präses), Manfred Kohnke, Günter Schöneis (Initiator) und Thomas Schröder.
Quelle: Champagne Informationsbüro
![]() | 05.02.2010 - Die «Perle du Champagne» 2010 geht an Peter Sauber |
Zollikon, 5. Februar 2010 - Das Comité Champagne vergab gestern Abend zum zweiten Mal die "Perle du Champagne", die Auszeichnung für Charme und herausragendes Engagement. Titelträger der diesjährigen Auszeichnung ist Rennstallbesitzer Peter Sauber. Christoph Richterich, Chairman von Richterich & Partner, ehrte in seiner Funktion als Repräsentant des Comité Champagne und Juryvorsitzender den Geehrten vor über hundert Gästen für seinen mutigen Wiedereinstieg ins Renngeschäft. Die Laudatio auf Peter Sauber hielt die Schweizer Rennfahrerlegende Marc Surer.
Nach dem erfolgreichen Anlass zur Ehrung von FIFA-Präsident Sepp Blatter wurde dieses Jahr erneut eine grosse Persönlichkeit des Schweizer Sports mit der "Perle du Champagne" ausgezeichnet. Peter Saubers bewundernswerter Einsatz für den Erhalt des Technologiestandorts Hinwil und die damit verbundene Schweizer Beteiligung an der Formel 1 gaben den Ausschlag für die Entscheidung der vierköpfigen Jury, bestehend aus Marc Walder (Geschäftsführer Ringier Schweiz), Paloma Würth (Sängerin und Model), André Jaeger (Gault Millau-Koch der "Fischerzunft") und Christoph Richterich (Chairman der Kommunikationsagentur Richterich & Partner AG und Repräsentant des Comité Champagne in der Schweiz).
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Politik gratulierten Peter Sauber Über hundert Gäste folgten der Einladung zur Ehrung im festlichen Ballroom des Nobelhotels The Dolder Grand in Zürich. Darunter auch der Hausherr des Dolder Grand, Urs E. Schwarzenbach und zahlreiche Prominente aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Der ehemalige Formel 1-Pilot Marc Surer flog eigens aus dem spanischen Valencia ein, wo gegenwärtig die Tests für die Saison 2010 stattfinden. Surer hielt die Laudatio auf den 66-jährigen Zürcher Sauber, der sich hocherfreut über die Auszeichnung zeigte. Als Teamchef kehrt er am 12. März an die Rennstrecke zurück - mit zwei neuen Fahrern, einer eingespielten Mannschaft und den grossen Sympathien aller Sportbegeisterten.
Begleitet wurde der Abend mit einer Auswahl an erstklassigen Champagnerweinen: Die Importeure der Traditionsmarken Lanson, Louis Roederer, Jacquesson, Piper-Heidsieck und Pommery verwöhnten die Gäste mit einer Vielfalt ihrer hochwertigen Weine und standen den Gästen für alle Fragen zur Verfügung. In seiner Ansprache ging Christoph Richterich auf den bekannten Charme des französischen Schaumweins ein, betonte aber besonders das enorme Engagement, das oft versteckt hinter der Produktion von Champagner steckt. Gleiches gelte für den Unternehmer Peter Sauber, der trotz grossen Hindernissen sein Engagement mit viel Charme betreibe.
Medienmitteilung, Champagner Informationsbüro Schweiz
![]() | 26.11.2009 - Hotelfachschule Hamburg gewinnt den Champagne-Wettbewerb 2009 |
Das Team der Hotelfachschule Hamburg, Jil Hartmann, Romy Meischner und Tim Hollborn, gewinnt den diesjährigen Champagne-Wettbewerb der DEHOFA-Hotelfachschulen. Aufgabe der Teilnehmer war in diesem Jahr einen Fachvortrag zum Thema "Zeit als Wert im Leben der Champagne-Weine" zu entwickeln und diesen vor Publikum zu präsentieren.
Das Finale des Champagne-Wettbewerbs 2009 fand am 12. November in der Hotelfachschule Heidelberg statt. Neben den Präsentationen der Projekte durch die fünf Teams standen eine Blindverkostung von vier Champagne-Weinen sowie Champagne-Empfehlungen zu einem Menü mit fünf Gerichten auf dem Prüfungsprogramm.
Die Siegerehrung fand im Rahmen eines Champagne-Galadiners für alle fünfzehn Teilnehmer, die Jury-Mitglieder sowie die Direktoren der fünf beteiligten Hotelfachschulen statt. Das Team aus Hamburg gewinnt eine dreitägige Reise in die Champagne. Alle Teilnehmer erhalten eine Magnumflasche Champagne.
Der Champagne-Wettbewerb für die Studenten der deutschen Hotelfachschulen wird seit 1973 vom Champagne-Gesamtverband CIVC, dem Comité Champagne mit Sitz in Épernay, durchgeführt. Teilnehmen können Studenten der fünf Traditions-Hotelfachschulen in Berlin, Dortmund, Hamburg, Hannover und Heidelberg. Der CIVC wird in Deutschland und Österreich durch das Champagne Informationsbüro vertreten.
Die Ausschreibung grenzte das Wettbewerbsthema 2009 auf diese Weise ein: "Geduld der Natur, Geduld des Erzeugers und Geduld des Verbrauchers. Während sich der Champagne entwickelt, wandelt und entfaltet, vertieft er seinen sensorischen Charakter. Doch Zeit ist auch ein Faktor von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Denken Sie an die Optimierungsanstrengungen in fast allen Wirtschaftszweigen, die die Minimierung von Erzeugungs-, Transport- und Absatzzeiten zum Ziel haben."
Die Fachjury 2009:
Thomas Boxberger-von Schaabner, Champagne- und Weinimporteur aus Mannheim
Rolf Kienle, Journalist aus Heidelberg
Ernest Kraft, Gastronom aus Heidelberg
Dominik Trick, Sommelier aus Pfinztal-Söllingen
Christian Josephi, Repräsentant des CIVC für Deutschland aus Stuttgart
Die Wettbewerbsbedingungen und das detaillierte Thema 2009 sowie weitere Informationen erhalten Sie vom:
Champagne Informationsbüro
Eugensplatz 1
70184 Stuttgart
Telefon 0711-664759720
E-Mail info@champagne.de
www.champagne.de
www.champagne.at
![]() | 21.09.2009 - Beste Ausbilder für Champagne-Weine in Deutschland 2009 ermittelt |
Der beste Ausbilder für Champagne in Deutschland des Jahres 2009 ist der Essener Jurist, Weinhändler und Dozent Boris Maskow.
Eine fünfköpfige Fachjury ermittelte am 11. September im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn den besten Fachausbilder Deutschlands im Rahmen einer mündlichen und praktischen Prüfung. Nach einem schriftlichen Auswahlverfahren stellten sich dort drei Finalisten den Fragen der Jury: Vico Gröschner aus Dortmund, Sebastian Löbe aus Ludwigshafen und Boris Maskow aus Essen. Das Thema des Jahres "Champagne Rosé" wurde von jedem Bewerber in einem 30-minütigen Schulungsvortrag und durch eine kommentierte Verkostung von vier Rosé-Weinen aus der Champagne vorgestellt.
Unter acht nationalen Favoriten wird im europäischen Finale am 22. Oktober 2009 in Épernay der Preisträger des "Grand Prix Européen des Ambassadeurs du Champagne 2009" ermittelt. Boris Maskow wird Deutschland vertreten. Alle europäischen Finalisten werden vor der Endausscheidung zu einem einwöchigen Besuchsprogramm in die Champagne eingeladen. Europas beste Ausbilderin oder bester Ausbilder für Champagne-Weine gewinnt zusätzlich eine Künstler-Trophäe im Wert von rund 2.000 Euro, ein Zertifikat sowie Sachpreise im Wert von rund 1.600 Euro.
Das Comité Champagne in Épernay - der berufsübergreifende Verband der Champagne-Häuser und Champagne-Winzer - vergibt den Titel in diesem Jahr zum fünften Mal an Fachausbilder, Lehrkräfte, Referenten und Weinfachleute.
Die Vorjahres-Preisträger "Bester Ausbilder Deutschlands für Champagne-Weine":
2005: Reinhard Austen, Dozent an der Hotelfachschule Hannover
2006: Peter Dreykluft, Dozent an der Hotelfachschule Hamburg
2007: Ingeborg Aug, Dozentin an der Hotelfachschule Hamburg
2008: Yvonne Heistermann, Dozentin an der Deutschen Wein- und Sommelierschule Koblenz
Die ehrenamtliche Fachjury 2009:
Violaine Privé: Önologin des Comité Champagne, Épernay
Martin Dannenmann: Direktor der Hotelfachschule Heidelberg
Stéphane Gass: Chefsommelier des Hotel Traube Tonbach, Baiersbronn
Ingo Swoboda: Freier Fachjournalist und Buchautor, Eltville am Rhein
Christian Josephi: Leiter des Champagne Informationsbüros, Stuttgart
Quelle: Champagne Informationsbüro
![]() | 15.09.2009 - Das Comité Champagne beschließt eine Begrenzung der Ertragsmengen um 40% |
Die Berufsstände der Champagne - die Winzer, Genossenschaften und Champagne-Häuser -ergreifen in diesem Jahr strenge Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zur Stabilisierung der Märkte.
Der berufsübergreifende Gesamtverband, Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne - kurz Comité Champagne, begrenzt die Ertragsmengen für die Trauben der geschütztennUrsprungsbezeichnung (AOC) Champagne der Lese 2009 in folgender Weise:
Für Champagne-Häuser ist der maximal verfügbare Ertrag auf 8.000 kg pro Hektar begrenzt, das entspricht 50,0 hl pro Hektar. Für Champagne-Winzer ist der maximal verfügbare Ertrag auf 9.700 kg pro Hektar begrenzt, das entspricht 60,6 hl pro Hektar. Das entspricht einer Reduzierung der verfügbaren Traubenmenge gegenüber dem Vorjahr um rund 40 Prozent.
Dieser Konsens wurde am 2. September 2009 zwischen den Winzern und Häusern der Champagne verhandelt, vom Comité Champagne bekannt gegeben und vergangene Woche auch vom INAO, dem französischen Nationalen Institut für Ursprungsbezeichnungen, bestätigt. Erstmals können damit Champagne-Winzer über mehr Trauben verfügen als Champagne-Häuser. Die Differenz zwischen dem Höchstertrag (14.000 kg/ha) und dem verfügbarem Ertrag kann in eine individuelle Sonderreserve eingebracht werden, die jedoch auf insgesamt 8.000 kg/ha pro Erzeuger begrenzt ist.
Diese Maßnahmen zur Regulierung des Traubenmarktes berücksichtigen den aktuellen Absatzrückgang von Champagne und sollen den dadurch steigenden Bestand an Reserveweinen reduzieren. Dieser ist einerseits für die Qualität positiv, da viele Weine aus guten Jahrgängen für die Komposition der Champagne-Cuvées zur Verfügung stehen. Die Lagerhaltung bedeutet andererseits einen größeren Finanzierungsbedarf und eine hohe Kapitalbindung.
Der Beginn der Lese in der Champagne wurde vom Comité Champagne am 4. September für jede Rebsorte und jede Gemeinde nach dem jeweiligen Reifegrad der Trauben festgelegt: Die frühesten Schnitte wurden, aufgrund des guten Reifegrads mit einem hohen potentiellen Alkoholgehalt und gut strukturierter Säure, bereits am 9. September gesetzt und die spätesten Termine für den Beginn der Lese wurden auf den 21. September definiert. Der erforderliche potentielle Mindestalkoholgehalt für Trauben der AOC Champagne ist in diesem Jahr auf 9,5 Volumenprozent festgelegt.
Quelle: Champagne Informationsbüro
![]() | 10.09.2009 - Thomas Hänle wird neuer Geschäftsführer bei Grand Cru Select |
Thomas Hänle, bis Juli hauptverantwortlich bei Champagne Ruinart, wird zum 1.Oktober 2009 geschäftsführender Gesellschafter bei Grand Cru Select mit Sitz in Rüdesheim.
"Es war für mich eine logische Folge zu einem Vertrieb zu gehen, bei dem ich neben exzellentem Champagner auch Weine vertreibe", so Hänle. "Zudem reizten mich die Möglichkeiten als Unternehmer."
Durch seine herausragende Vernetzung in Handel und Gastronomie will Thomas Hänle Grand Cru Select einen deutlich breiteren Auftritt verschaffen. Hauptaugenmerk hierbei liegt auf den Marken Champagne Bollinger, Champagne Ayala, St. Antony, Ceretto, Chanson und Langlois-Chateau.
Abgerundet wird das Sortiment mit berühmten Namen aus Burgund und Bordeaux, einem umfangreichen Angebot edelster Riesling Weine sowie Spitzenweinen und Raritäten aus aller Welt.
Quelle: Presseinformation von GRAND CRU SELECT Weinhandelsgesellschaft mbH
![]() | 07.08.2009 - Champagner mit Kronkorken erhitzt die Gemüter |
Schon seit Jahren wird in der Weinwelt diskutiert, ob denn zu einer Flasche Wein ein Korken gehört oder ob auch andere Verschlusssysteme eine Daseins-Berechtigung haben. Jetzt ist diese Diskussion auch in der Champagnerbrache angekommen.
Der Verpackungshersteller Alcan hat einen neuartigen Verschluss für Champagnerflaschen entwickelt. Unter der dekorativen Metallfolie, befindet sich ein Kronkorken incl. Öffner in Hebelform. Die Vorteile liegen auf der Hand so Alcan: Die Champagnerflaschen lassen sich auf diese Art sehr viel schneller öffnen als mit Korkverschlüssen, es besteht keine Verletzungsgefahr für umherfliegende Korken und das der gute Tropfen nach Kork schmeckt ist ebenfalls ausgeschlossen. Vorteile die vor allem der Gastronomie zu gute kommen.
Das Champagnerhaus Duval-Leroy findet diese Idee so gut, dass sie gleich den "Clos des Bouveries Vintage 2004" mit Kapselverschlüssen versehen haben. Die Flaschen werden allerdings noch zurückgehalten, da die französischen Behörden noch prüfen, ob die Verschlüsse den Vorschriften entsprechen. Deren Sprecher Pascal Wattiez ist der Ansicht, dass Champagner einen pilzförmigen Korken haben muss. Ein Urteil ist in den nächsten Wochen zu erwarten.
Die Traditionalisten fragen sich, leidet nicht der gute Geschmack und Ruf des Champagners mit Kronkorken die auf (fast) jeder Bierflasche zu finden sind, und was wird als nächstes auf uns zukommen, Champagner in der Blechdose oder gar im Tetra Pak?
Es bleibt abzuwarten, ob in der Champagnerbrache sich alternative Verschlusssysteme rechtlich als auch beim Kunden durchsetzen werden.
P. Römmlein
![]() | 11.06.2009 - Champagnerumsätze und Gewinne stark rückläufig |
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hinterlässt auch in der Champagnerbrache ihre Spuren, viele Unternehmen reduzieren ihre Events, Firmenveranstaltungen und Empfänge. Selters statt Sekt (bzw. Champagner), heißt es bei vielen Entscheidungsträgern.
Gleich zwei große Getränkekonzerne vermelden Gewinneinbrüche im abgelaufenen Geschäftsjahr, 12,5% bei Remy Cointreau (u.a. Piper Heidsieck, Charles Heidsieck) und stolze 45% Rückgang bei Laurent-Perrier (u.a. Laurent-Perrier, de Castellane, Malakoff, Salon, Delamotte) sorgten sowohl bei den Vorständen als auch den Aktionären nicht für Champagnerlaune. Beide Konzern gaben als Grund die geringere Nachfrage auf dem US-Markt an.
Doch auch die kleinen Champagnerwinzer bleiben nicht verschont. Der Champagnerwinzerverband (SGV) teile mit, dass im ersten Quartal 2009 der Umsatz um weltweit 30% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist.
Bleibt abzuwarten welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise in den nächsten Monaten auf die erfolgsgewöhnte Champagnerbrache haben wird. Im schlimmsten Fall ein Gläschen Champagner trinken und Ruhe bewahren.
P. Römmlein
![]() | 22.04.2009 - Landgericht München klärt was mit dem Wort "Schampus" gemeint ist. |
Die Betreiber der kleinen Bar in der Kultfabrik wurden vom Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC) verklagt, da sie "österreichischen Schampus" ihren Gästen anbieten. Dies sei ein Verstoß gegen das deutsche Markengesetz, denn Umgangssprachlich stehe Schampus für Champagner, so die Ansicht des französischen Verbandes.
Das sehen Sisi und Franz alias Janine Bogosyan und Jürgen Zielinski-Lick völlig anders, Deutschen und Österreicher verstehen in der Regel unter den Begriff „Schampus" Sekt und nicht Champagner und beziehen sich hierbei auf den Duden. Die Franzosen würden den Begriff noch nicht einmal kennen. Zielinski erklärte, dass ganze sei ihm 10 000 Euro Prozesskosten wert.
In diesem Prozess, wird die Frage geklärt, was die „Verkehrskreise" unter den Begriff „Schampus" verstehen. Der Vorsitzende Richter Peter Schott hat gleich eine Umfrage in seinen Bekannten- und Kollegenkreis durchgeführt, mit den Ergebnis, dass alle unter „Schampus" auch Champagner verstehen. Dies sei nicht repräsentativ, zeige aber den Trend, so der Richter. Wenn 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung den „Schampus" mit „Champagner" in Verbindung bringe, dann reiche das, um dem Kläger Recht zu geben. Das sei gängige Rechtsprechung". Die persönliche Blitzumfrage des Rechtsanwaltes Peter Tscheuschner hatte das gegenteilige Ergebnis gehabt.
Der Anwalt des CIVC, Michael Nieder meinte: „ Er verhehlte aber auch nicht, dass ein Musterprozess bis zum Bundesgerichtshof ihm durchaus nicht ungelegen käme - "um diese Frage ein für alle Mal zu klären". Der Richter riet den Barbetreibern einzulenken, ansonsten wird am 23 Juni 2009 das Urteil verkündet.
P. Römmlein
![]() | 02.04.2009 - Bester Ausbilder für Champagne-Weine 2009 in Deutschland gesucht |
Europäischer Wettbewerb „Ambassadeurs du Champagne" beginnt.
Épernay / Stuttgart, 02. April 2009. Wer wird in diesem Jahr bester Ausbilder für die Weine der Champagne in Deutschland und Europa? Das Comité Champagne in Épernay - die Vereinigung der Champagnehäuser und Champagnewinzer - und das Champagne Informationsbüro in Stuttgart zeichnen Fachausbilder im Rahmen eines europäischen Wettbewerbs aus.
Der Titel „Bester Ausbilder für Champagne-Weine" wird in diesem Jahr zum fünften Mal an Fachausbilder, Lehrkräfte, Referenten und Weinfachleute vergeben. Teilnehmen kann jeder über 18-Jährige, der eigene Schulungen über die Weine der Champagne durchführt. Zur kostenfreien Teilnahme genügt die Anmeldung in deutscher Sprache auf der Internetseite www.ambassadeurschampagne.com . Die Bewerbungsphase läuft vom 2. April bis zum 5. Juli 2009.
Die Auswahl der besten Ausbilderinnen und Ausbilder aus Deutschland wird, von einer Fachjury unter Leitung des Champagne Informationsbüros, auf Basis der schriftlichen Bewerbungsunterlagen vorgenommen. Drei ausgewählte Kandidaten werden zu einer mündlichen Prüfung eingeladen. Das deutsche Finale wird am 11. September 2009 im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn stattfinden. Die Fachjury wird dort den deutschen Teilnehmer am europäischen Finale auswählen.
Unter acht nationalen Favoriten wird im europäischen Finale vom 19. bis 22. Oktober 2009 in der Champagne der Preisträger des „Grand Prix Européen des besten Ausbilders für Champagne-Weine 2009" ermittelt.
Der beste Ausbilder für Champagne-Weine in Deutschland erhält neben der Einladung zu einem einwöchigen Besuchsprogramm und zum europäischen Finale in der Champagne ein Zertifikat, 12 Flaschen Champagne und 24 Champagne-Verkostungsgläser. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten ebenfalls ein Zertifikat sowie jeweils Sachpreise im Wert von rund 250 Euro. Europas beste Ausbilderin oder bester Ausbilder für Champagne-Weine gewinnt zusätzlich eine Künstler-Trophäe im Wert von rund 2.000 Euro, ein Zertifikat sowie Sachpreise im Wert von rund 1.600 Euro.
Die Wettbewerbsbedingungen, die Anmeldeunterlagen sowie weitere Informationen erhalten Sie ab dem 2. April 2009 auf der Website www.ambassadeurschampagne.com sowie vom Champagne Informationsbüro, Eugensplatz 1, 70184 Stuttgart, Telefon 0711-664759720 oder E-Mail info@champagne.de .
Quelle: Champagne Informationsbüro
![]() | 14.03.2009 - Currywurst mit Schampus für 50.000 Euro |
Der Gastwirt des "Zander" am Kollwitzplatz in Berlin, hatte eine prima Idee wie er fand. Currywurst mit unterschiedlichem Schärfegrad der Curry-Sauce von "Mild" bis "Schwarze Witwe" in Kombination mit einem Gläschen Champagner, und zwar echtem französischen Champagner.
Die prima Idee ließ er sich sogar schützen. Unter der Nr. 302008009841.4 wurde er am 05. Mai 2008 beim Deutsche Patent- und Markenamt als Inhaber der Marke „Currywurst & Schampus" eingetragen. Wenige Wochen später flatterte ihm eine Abmahnung des „Comité Interprofessionel du Vin de Champagne", dem Interessenvertreter der französischen Champagnerwirtschaft ins Haus. Die CIVC forderte die Abgabe einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung, da er mit der Verwendung der Marke die Rechte der französischen Champagnerhersteller verletzt und gegen die Vorschriften des mit dem deutsch-französischen Herkunftsabkommens vom 8. März 1960 geschützte Herkunftsbezeichnung „Champagne" verstoßen habe.
Hierzu hatte der BGH bereits mehrfach entschieden. So ist es unzulässig, einen Birnenschaumwein unter der Bezeichnung „Champagner Bratbirne" zu vertreiben (Urteil vom 19.05.2005 - I ZR 262/02). Auch der Slogan „Champagner bekommen, Sekt bezahlen" im Zusammenhang mit dem Bewerben eines PC ist nach einer Entscheidung des BGH unzulässig (Urteil vom 17.01.2002 - I ZR 290/99). Das OLG München hingegen entschied, dass die Nutzung der Domain www.champagner.de, unter der Informationen zum Thema Champagner angeboten werden, weder wettbewerbsrechtlich, noch als Verstoß gegen den Schutz von Herkunftsangaben zu beanstanden sei, da keine Gefahr der Irreführung bestehe (Urteil vom 20.09.2001 - 29 U 5906/00).
Hier war die CIVC der Auffassung, dass die Marke „Currywurst & Schampus" den guten Ruf des Worts „Champagne", auch in der umgangssprachlichen Form „Schampus" ausnutze, indem es auf ein weit entfernt liegendes Produkt, nämlich eine schnöde Wurst bezogen werde. Angesichts eines Streitwertes von 50.000 Euro hat der Gastwirt sich gebeugt. Seine Marke wurde am 22.09.2008 gelöscht, den Schriftzug am Lieferwagen hat er überklebt. Nun bietet er seine Curry auf dem Markt unter der Bezeichnung "Currywurst vom Zander" an. Für 15 Euro kann man seine Currywurst übrigens mit 22 Karat Blattgold überziehen lassen, dazu gibt es Trüffel-Pommes, Krautsalat nach Omas Rezept und ein Glas "Piep" oder Winzersekt aus Rheinhessen. Wie heißt es so schön, "trink Sekt, der schmeckt!"
Quelle: RA Thomas Kuemmerle
![]() | 09.03.2009 - Ältester Champagner der Welt entkorkt |
EPERNEY/Frankreich. Zwölf der besten Wein- und Champagnerexperten aus allen Ecken der Welt flogen am vergangenen Wochenende zum vornehmen Champagnerhaus Perrier-Jouët. In Eperney in Frankreich verkosteten sie 20 historische Jahrgänge aus den Kellern des Hauses. Darunter befand sich auch der älteste Champagner der Welt: ein Perrier-Jouët Jahrgang 1825.
Serena Sutcliffe, der Leiterin des Sotheby's International Wine Department, zufolge wäre jeder einzelne Schluck bei einer Auktion Hunderte von Pfund, Euro oder Dollar wert gewesen. Sutcliffe, die zusammen mit Hervé Deschamps, dem Chef de Cave von Perrier-Jouët, die Weinprobe veranstaltete, merkte an: "Es ist praktisch unmöglich, dem Jahrgang 1825 einen Schätzwert beizumessen - wir haben so etwas noch nie auf dem Markt gesehen! Dies war schlicht und ergreifend die einmalige Gelegenheit, solch außergewöhnliche historische Jahrgänge zu verkosten."
Die private Veranstaltung wurde anlässlich des Erscheinens des hauseigenen Jahrgangsweins für das 21. Jahrhundert, dem Perrier-Jouët Millesime 2002, organisiert. Ebenfalls verkostet wurde der illustre "PJ 1874", der während einer weltberühmten Auktion 1885 als teuerster Champagner der Welt angekündigt und verkauft wurde.
Unter den Gästen waren der weltbekannte Champagnerexperte Richard Juhlin aus Schweden, Frankreichs bekanntester Weinkritiker Michel Bettane, Roger Voss von einer der wichtigsten Weinzeitschriften der USA, The Wine Enthusiast, sowie weitere Weinexperten aus Großbritannien, China, Japan, Italien und Finnland.
Quelle: Pressemitteilung von Perrier-Jouet
![]() | 06.02.2009 - Finanzkrise erreicht Champagner-Branche |
Selbst an den erfolgsverwöhnten Champagner-Produzenten geht die Finanzkrise nicht spurlos vorbei. Erstmals seit Jahren ist der Absatz zurückgegangen. Während 2007 noch knapp 339 Millionen Flaschen verkauft worden waren, gingen 2008 nur gut 322 Millionen Flaschen weg.
Dies entspricht einem Rückgang von knapp 5% Prozent, wie der Herstellerverband CIVC in Reims mitteilte. In den vergangenen 15 Jahren hatten die Verkaufszahlen durchschnittlich noch um etwa zwei Prozent jährlich zugelegt. Von 2006 auf 2007 war der Absatz sogar um gut fünf Prozent gestiegen.
Die Franzosen sind immer noch die treusten Champagner-Konsumenten. Der französische Markt schrumpfte nur um 3,6%, im EU Durchschnitt waren es dagegen 6,5%. Ein Blick auf die Verkaufsstatistiken zeigt, dass es nur einen einzigen größeren Verkaufsrückgang für Champagner in den letzten Jahrzehnten gegeben hat. Nach der Jahrtausendwende ging der Absatz von 327 Millionen auf 253 Millionen verkauften Flaschen zurück.
P. Römmlein
![]() | 31.12.2008 - Champagner-Lastwagen ausgeraubt |
In Norditalien hatten vier Räuber einen Lastwagen in ihre Gewalt gebracht. Die Ladung bestand aus mehreren tausend Flaschen Champagner im Gesamtwert von ca. 1,5 Millionen Euro.
Die beiden rumänischen Fahrer wurden unter Vortäuschung einer Polizeikontrolle von dem Autobahnabschnitt Turin-Mailand gelockt. Mit einen Sack über den Kopf und gefesselt wurden die beiden Fahrer kurze Zeit später an einen anderen Ort unverletzt ausgesetzt. Die Täter konnten mir ihrer wertvollen Fracht unerkannt entkommen. Den Lastwagen hatte die Polizei kurze Zeit später wieder gefunden, natürlich ohne Champagner.
P. Römmlein
![]() | 25.10.2008 - "Bester Ausbilder für Champagneweine 2008" |
Frau Yvonne Heistermann, Dozentin an der Wein- und Sommelierschule Koblenz, hat den zweiten Platz beim Finale des vierten europäischen Wettbewerbs für Fachausbilder erreicht.
Die Französin Aurélie Labruyère ist die diesjährige Siegerin und tritt somit die Nachfolge von Ingeborg Aug, Dozentin an der Hotelfachschule Hamburg an. Dritter wurde der Belgier Johann Mullebrouck.
Text von P. Römmlein
![]() | 12.04.2008 - Schweizer reisen Ortsschild von "Champagne" aus. |
Aufgebrachte Bürger aus der schweizerischen Gemeinde Champagne VD rissen aus Protest ihr Ortschild aus. Auf diese Art protestieren sie gegen den französischen Champagner-Verband Comité interprofessionnel des vins de Champagne (CIVC) welche "Vin de Champagner" aus dem Dorf nicht anerkennen.
Mit einer Baumaschine wurde kurzerhand das Ortschild entfernt, symbolisch von einer Flasche Champagner und der französischen Flagge begleitet. Diese Aktion hatte sich sogar bis zu britischen BBC und einigen französischen Sendern herumgesprochen. Stein des Anstoßes sind die Bilateralen Verträge von 2004 zwischen der Schweiz und der EU. Danach müssen die Winzer aus dem Waadtländer Dorf den Namen "Vin de Champagner" als Bezeichnung für ihren Wein aufgeben, doch das kleine Dorf wehrt sich - bis heute.
Albert Banderet wird mit den Worten zitiert: "Je mehr Ärger man uns bereitet, umso mehr verteidigen wir uns", ebenso kritisiert er den französischen "Imperialismus". Den einzigen Weg für eine Einigung ist eine Ausnahmeregelung mit dem CIVC welche eine gleiche Schreibweise anerkenne. "Realistischerweise werden wir auf dem Gesetzesweg nichts mehr erreichen", sagte Thomas Binschedler, Sprecher des Dorfkomitees.
P. Römmlein
![]() | 02.04.2008 - Champagner vom Meeresgrund |
Nur wenige Meter neben der einst größten und bedeutendsten Weinhandlung der Welt, entsteht mit der Eröffnung der Lorenz Adlon Weinhandlung am 4. April eine exklusive Adresse für Weinkenner und Genießer in Berlins Mitte. Lorenz Adlon, der im Jahre 1907 das legendäre Hotel Adlon gründete, führte auch die größte und bedeutendste Weinhandlung der Welt, mit einer Auswahl von über einer Million Flaschen Wein, in der Wilhelmstraße. Die Lorenz Adlon Weinhandlung knüpft nun an diese Tradition an.
Das Angebot der Weinhandlung konzentriert sich hauptsächlich auf Weine des "alten Europa", genauer gesagt auf Deutschland, Italien und Frankreich. Das Besondere an den Weinen ist neben der Vielfalt von mehr als einer halben Million Flaschen vor allen Dingen die Exklusivität und die Füllmenge.
Weinkenner finden daher auf der Karte unter anderem eine Flasche Mouton Rothschild aus dem Jahrhundertjahrgang 1945, die direkt aus dem Bordeaux kommt und dadurch die perfekten Lagerbedingungen aufweist. Höhepunkt des Angebotes sind jedoch zurzeit 12 Flaschen Champagner Heidsieck-Monopole, Goût Américain, aus dem Jahrgang 1907 - dem Geburtsjahr des Hotel Adlon. Der über 100 Jahre alte Champagner wurde 1998 aus dem Schiffswrack des schwedischen Schoners Jönköping geborgen - dieser kenterte im Jahr 1916.
Die kostbaren Champagner lagerten dort also 82 Jahre lang. Trotz der ungewöhnlichen
Lagerungsbedingungen erwiesen sie sich bei einer Degustation jedoch als optimal.
Geschäftsführer Martin Pelz legt besonderen Wert auf den Ursprung solcher Raritäten und
des gesamten Sortiments:" Für uns ist es neben der Qualität der Flaschen sehr wichtig, immer exakt zu wissen wo genau unsere Ware herkommt - wir kaufen daher im besten Fall direkt vom Erzeuger. Die 12 Flaschen Champagner Heidsieck-Monopole, Goût Américain kommen zum Beispiel direkt von den Tauchern, die das Schiff geborgen haben. Selbstverständlich haben wir für jede einzelne Flasche ein beglaubigtes Zertifikat.
Die Lorenz Adlon Weinhandlung ist montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 15 Uhr geöffnet und befindet sich in der Behrenstraße 72 / Berlin-Mitte im Adlon Palais.
P. Römmlein
![]() | 24.03.2008 - Champagnerverbrauch in der Schweiz steigt |
Die Schweizer trinken immer mehr Champagner. Während 2006 "nur" 5,4 Millionen Flaschen verkauft wurden, waren es 2007 schon 6,1 Millionen Flaschen Champagner. International gesehen ist dies der siebte Platz. Die größten Absatzmärkte 2007 waren außerhalb Frankreichs, Großbritannien mit ca. 39 Millionen Flaschen, gefolgt von den USA mit ca. 21,7 Millionen Flaschen und Deutschland mit ca. 12,9 Millionen Flaschen.
Wenn es um den Pro-Kopf-Verbrauch von Champagner geht, sind die Schweizer dagegen ganz weit vorne. Mit 0,8 Flaschen pro Kopf liegen sie auf den 2. Platz, nur die Belgier trinken mit 0,95 Flaschen pro Kopf etwas mehr.
P. Römmlein
![]() | 18.03.2008 - Die Region "Champagne" vergrößert sich um 38 Gemeinden |
Die Region Champagne hat ein "Problem" welches andere Weinanbaugebiete auch gerne hätten. Die Nachfrage steigt und steigt seit Jahren. Doch die Region fragt sich schon seit längeren, Woher sollen die Reben kommen um eine derart große Nachfrage zu bedienen? Die Regeln die für das Weinanbaugebiet Champagne sind so streng, dass nicht einfach Wein bzw. Reben aus anderen Weinregionen zugekauft und gemischt werden können.
Das französische Weinamt INAO kontrolliert die Herkunft der Weine und hat jetzt beschlossen das, dass Herkunftsgebiet Champagne um 38 Gemeinden erweitert wird. Aus verwaltungstechnischen Fristen sollen diese ab 2015 ausgewiesen werden und ab 2021 könnte es den ersten Champagner aus den neuen Gemeinden geben.
P. Römmlein
![]() | 05.02.2008 - Mehr als tausend Flaschen "Ukrainischer-Champagner" vernichtet |
Die deutschen Zollbehörden haben in Stadtilm (Ilmkreis) über 1200 Flaschen gefälschten, in der Ukraine hergestellten Champagner vernichtet. Die Aktion unter Aufsicht des Erfurter Hauptzollamtes dauerte mehrere Stunden.
Die Flaschen waren im November 2007 in der Nähe von Chemnitz bei einer Zollkontrolle entdeckt worden. Die mit der Herkunftsbezeichnung "Champagne" in deutscher und kyrillischer Schrift ausgezeichneten Produkte sollten in die Schweiz geliefert werden.
Seit 2003 ist die Herkunftsbezeichnung "Champagne" per EU-Verordnung in den meisten Länder der Welt geschützt. Der Zoll hatte deshalb den Champagne-Gesamtverband informiert, der die Vernichtung veranlasst hat. Es handelte sich nach Angaben des Verbandes um die größte Vernichtungsaktion gefälschten Champagners in Deutschland seit 2003.
Quelle: Champagne Informationsbüro
![]() | 10.01.2008 - Großes Champagner-Haus muß 30.000 € Strafe zahlen, wegen Edith Piaf. |
Die französische Anti Alkohol Lobby ANPAA (Association Nationale de Prevention en Alcoologie et Addictologie), die es sich zum Ziel gesetzt hat alkoholische Getränke in ähnlicher Form aus der Öffentlichkeit zu verbannen wie es inzwischen europaweit mit Tabakprodukten geschehen ist juristisch gegen das Champagnerhaus Moët & Chandon vorgegangen.
Moët & Chandon hatte für seinen Rosé-Champagner mit dem Slogan "la nuit est rose" geworben. In der Werbebotschaft sah man u.a. pinkfarbenen Blütenblätter auf schwarzen Hindergrund. Es sollten Ähnlichkeiten zu der bekannten franzsösichen Sängerin Edith Piaf hergestellt werden. So sah es zumindest die ANPAA und das Berufungsgericht schloss sich dieser Argumentation an. 30.000 € Strafe musste Moët & Chandon wegen Verstoßes gegen die strengen französischen Werberichtlinien zahlen.
P. Römmlein
![]() | 22.10.2007 - Moet & Chandon GOLDEN FÊTES |
Moët & Chandon hat für die schicke Cocktailparty, das glamouröse Fest, für das elegante Dinner und für alle magischen Momente in der Weihnachts- und Festzeit das Moët Gold Chandelier kreiert.
Das Gold Chandelier von Moët & Chandon sieht aus wie ein Kerzenleuchter ohne Kerzen, stattdessen mit funkelnden Champagnergläsern, sogenannten „Pom-ponnes“, ohne Boden.
Die Pomponne-Gläser werden in das Chandelier gesteckt und aus mehreren Chandeliers kann eine glitzernde Champagner-Pyramide gebaut werden.
Die limitierte Edition des Moët Gold Chandelier besteht neben dem Chandelier aus vier Pomponne-Gläsern und einer Flasche Moët & Chandon Brut Impérial besetzt mit gold-glitzernden Swarovski Kristallen.
Zu Ehren des Gründungsjahres von Moët & Chandon gibt es von dem Moët Gold Chandelier Set nur 1743 Stück weltweit.
Das Moët Gold Chandelier ist ab Oktober/ November in ausgesuchten Kauf- und Warenhäusern erhältlich und kostet 250 €.
![]() | 28.08.2007 - Rekorderlös für Champagner aus Hitlers Weinkeller |
Bei einer Auktion in Englang erzielte eine Flache Champagner der Markte Moet & Chandon, Jahrgang 1937 einen Verkaufserlös in Höhe von 2.500 Euro. Die Flasche soll ein britischer Soldat im Mai 1945 bei der Plünderung der Reichskanzlei in Berlin mitgenommen haben. Er traute sich allerdings nicht den edlen Tropen zu trinken, Gerüchte über Verunreinigungen und Gift machten damals die Runde. Den Zuschlag, so teilte das Auktionshaus Charterhouse in der südenglischen Stadt Sherborne mit, ging an einen Bieter aus Schweden.
P. Römmlein
![]() | 12.12.2006 - Der Rechtsstreit um "champagner.de" geht in die nächste Runde |
Das LG Hamburg bekam einen Rechtsstreit (Urteil vom 21.11.2006, Az.: 312 O 426/06) aufs Tablett, der so beziehungsweise so ähnlich schon einmal abgelaufen war: eine Organisation der französischen Champagner-Wirtschaft machte der - neuen - Inhaberin der Domain champagner.de diese streitig. Wie schon im früheren Streit um champagner.de verlor die Klägerin auch diesmal.
Die Organisation der französischen Champagner-Wirtschaft verklagte die Inhaberin von champagner.de, eine Werbeagentur mit Sitz in Wien (Österreich), die die Domain im Mai 2005 erworben hat, und den Geschäftsführer der Agentur. Unter der Domain will die Beklagte Anfang 2007 einen Preisvergleichsdienst für Champagner einrichten. Bis zur Fertigstellung der Seite hatte die Beklagte die Domain zeitweise geparkt und eine Werbeseite eingerichtet. Diese informierte allerdings nicht ausschließlich über Champagner, sondern unter anderem auch über Weine aus anderen Regionen und Ländern und champagnerfarbene Kleidung.
Die Klägerin ist der Ansicht, die Verwendung des Domain-Namens champagner.de in der vorliegend angegriffenen Form sei geeignet, den besonderen Ruf der geografischen Herkunftsangabe Champagner ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise auszunutzen und zu beeinträchtigen (§ 127 Abs. 3 MarkenG). Sie forderte die Unterlassung der Bezugnahme auf andere Produkte als Champagner unter champagner.de sowie unter anderem die Freigabe der Domain.
Das Landgericht Hamburg wies die Klage zurück. Die Klägerin habe gegen die Beklagten keinen Unterlassungsanspruch, da die Beklagten die geografische Herkunftsangabe Champagner nicht in einer verletzenden Art und Weise benutzen. Bei Champagner handele es sich zwar um eine Herkunftsbezeichnung, die einen besonderen Ruf genießt, und deren Ruf lasse sich auch auf zahlreiche Produkte übertragen, die auf der Suchseite angezeigt wurden. Doch liege eine Rufausbeutung oder -übertragung im Sinne von § 127 Abs. 3 MarkenG nicht vor, weil nicht erkennbar sei, dass die Exklusivität von Champagner auf die anderen angezeigten Produkte wie zum Beispiel italienische Weine übertragen werde. Es werde kein unmittelbarer Bezug zwischen Champagner und den anderen Produkten hergestellt: dass die auf der Website angezeigten anderen Produkte eine Art Champagner unter den Weinen sein sollen, sei dem Internetauftritt nicht zu entnehmen. Der Begriff Champagner werde als Bezeichnung der Internetseite verwendet, wodurch ein rufübergreifender Bezug zu den auf dieser Seite beworbenen Produkten nicht hergestellt wird. Es werde, auch von den auf der Seite werbenden Unternehmen, die auch Champagner-Produkte anbieten, der Begriff Champagner lediglich beschreibend genutzt.
Auch den Anspruch auf Freigabe wies das Landgericht Hamburg zurück. Dabei verweist das Gericht auf die frühere Entscheidung des OLG München (Urteil vom 20.09.2001, Az.: 29 U 5906/00), das die Auffassung vertritt, dass, innerhalb der rechtlichen Grenzen, jeder berechtigt ist, geografische Herkunftsangaben zu nutzen. Jeder dürfe im Rahmen der rechtlichen Grenzen den Vertrieb von und die Werbung für Champagner zum Gegenstand seiner beruflichen Tätigkeit machen und dabei auch den Begriff Champagner nutzen. Ein ausschließliches Recht des Champagner-Verbandes liege nicht vor.
Quelle: RA Daniel Dingeldey, 12.12.2006
![]() | 31.08.2006 - Zollamt Weil am Rhein vernichtet „Champagne aus Kalifornien" |
Die Behörden des Zollamts Weil am Rhein-Autobahn gehen gegen fälschlich als Champagne bezeichneten kalifornischen Schaumwein vor und vernichten ihn.
Epernay, im Rahmen einer kürzlich vorgenommenen Kontrolle haben die Beamten beim Zollamt Weil am Rhein-Autobahn Waren zurückgehalten, die unberechtigt die kontrollierte Herkunftsbezeichnung „Champagne" führten. Es handelte sich hierbei um nordamerikanische Schaumweine, für die diese Bezeichnung nicht zulässig ist.
Mit dem zollbehördlichen Verfahren der Zurückhaltung und Beschlagnahme, können Waren, bei denen eine Verletzung der Rechte geistigen Eigentums vorliegt, durch die europäischen Zollbeamten unter zollamtliche Überwachung gestellt werden. Und zwar so lange bis der Rechtsinhaber benachrichtigt worden ist und die notwendigen Maßnahmen zur Vernichtung der unrechtmäßig gekennzeichneten Waren veranlasst hat.
Noch bevor das Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne einen förmlichen Antrag auf Einschreiten der Behörden gestellt hatte, haben die Zollbeamten aus Weil am Rhein entschieden, in Übereinstimmung mit der EG-Verordnung 1383/2003* die Waren, bei denen - berechtigterweise - eine Verletzung der kontrollierten Herkunftsbezeichnung „Champagne" vermutet wurde, zurückzuhalten. Die Waren sind am 15. August mit Zustimmung des Eigentümers vernichtet worden.
Quelle: Pressemitteilung des Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne
![]() | 19.05.2005 - Champagner-Bratbirne, ja bitte - nur nicht zu groß |
Im Streit um die Bezeichnung "Champagner-Bratbirne" hat sich die französische Champagnerwirtschaft beim Bundesgerichtshof (BGH) durchgesetzt. Das Karlsruher Gericht untersagte dem schwäbischen Gastronom Jörg Geiger aus Schlat, seinen Birnenschaumwein auf dem Etikett "blickfangmäßig" als "Champagner-Bratbirne" anzupreisen. Zugleich aber räumte der BGH ihm das Recht ein, etwas dezenter darauf hinzuweisen, dass sein Schaumwein aus der Obstsorte "Champagner-Bratbirne" hergestellt wird. Die Franzosen hatten geklagt, weil sie den guten Ruf ihres weltbekannten Produkts ausgenutzt sahen. (Aktenzeichen: I ZR 262/02 vom 19. Mai 2005)
Nach den Worten des ersten Zivilsenats hat sich Geiger an die besondere Exklusivität der Herkunftsbezeichnung "Champagner" angelehnt, indem er die regional als "Champagner-Bratbirne" geläufige Obstsorte auf dem Etikett grafisch besonders hervorgehoben hat. Damit werde die - durch ein deutsch-französisches Abkommen von 1960 geschützte - Angabe "Champagner" wettbewerbswidrig beeinträchtigt. Denn die Konsumenten verbänden mit dem französischen Schaumwein "besondere Gütevorstellungen". Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass es sich bei dem schwäbischen Getränk - für jeden Käufer erkennbar - um einen aus Obst und nicht aus Trauben hergestellten Schaumwein handle.
In der Verhandlung hatte Geigers Anwalt Reiner Hall argumentiert, "Champagner-Bratbirne" sei eine seit mehr als 150 Jahren übliche Birnen-Bezeichnung. "Aus dieser Sorte wird der beste Birnenschaumwein hergestellt." Auf den Flaschen das Ausgangsprodukt zu nennen, sei unausweichlich: "Es muss auf dem Etikett draufstehen dürfen, was in der Flasche drin ist."
Auch der BGH sprach dem schwäbischen Schaumweinhersteller dieses Recht nicht völlig ab. Für den "berechtigten Hinweis auf die verwendete Obstsorte" sei es aber nicht erforderlich, die Bezeichnung "blickfangmäßig" hervorzuheben. Geiger hatte bereits im Vorfeld des Prozesses angedeutet, dass er auch mit einer zurückhaltenden Gestaltung des Etiketts einverstanden wäre.
P. Römmlein
![]() | 28.11.2003 - Aldi-Chef wegen Champagner Feier gekündigt |
Das dänische Wirtschaftsblatt "Børsen" berichtet, dass Michael Thureau, Chef der dänischen Aldi-Märkte gegen die strikte Anti-Alkohol-Politik des Hauses Aldi verstoßen hat.
Bei einer Firmenveranstaltung hatten die Verwaltungsmitarbeiter von Aldi Dänemark mit Champagner angestoßen - mit der ausdrücklichen Erlaubnis ihres Chefs. Für die deutsche Unternehmensführung war dies Anlass, dem dänischen Aldi-Chef die Kündigung nahe zu legen.
Weder Michael Thureau noch Aldi waren zu einer Stellungnahme bereit. Thureau bestätigte nur, dass er den Aldi-Konzern wegen unterschiedlichen Auffassungen verlassen habe. Der Manager leitete 5 Jahre die Geschicke des Discounter in Dänemark und führte die Kette dort aus den roten Zahlen in die Gewinnzone.
Für das Wirtschaftsblatt "Børsen" war es ein "Zusammenstoß von deutscher und dänischer Führungskultur".
P. Römmlein
![]() | 30.07.1998 - Champagner-Schiff liegt wieder in ihrem Ostseegrab |
Nachdem ein internationales Bergungsteam das schwedisches Transportschiff die "Jönköping" gerate erst geborgen hatte wurde es einen Tag später wieder versengt.
Die "Jönköping" wurde am 3. November 1916 um 05.30 Uhr in der Frühe von einem deutschen U-Boot (U22) versenkt, als es versucht hatte, eine finnische Blockade zu durchkreuzen. Die 60 Tonnen Fracht, bestehend aus 4000 - 5000 Flaschen Champagner, Wein und Spirituosen waren für den Zar Nikolaj II bestimmt und somit nie am Zielort eingetroffen.
Eine zu kostbare Fracht um auf dem Meeresboden zu liegen, dachten sich Taucher aus Schweden und Dänemark und bargen die Ladung. An Bord waren unter anderem 4000 bis 5000 Flaschen Champagner, 67 Fässer Cognac und 17 Fässer Wein.
Danach wollte das Bergungsteam auch die "Jönköping" nach der vollständigen Hebung und Entladung in den schwedischen Heimathafen Gävle schleppen und zum Museumsschiff umbauen. Nachdem ein Schwimmkran das Schiff bis kurz unter die Wasseroberfläche gehoben hatten, stellt die Expedition die schweren Zerstörungen am Schiff fest. Ein Heranführen an Land war nicht möglich und so wurde die "Jönköping" ein zweites mal versenkt.
P. Römmlein
